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Wärmewende

Transformation des Wärmesektors vorantreiben

Nach zielorientierten Instrumenten für eine soziale und klimaneutrale Wärmewende im Gebäudebereich forschen

Für die Reduzierung betriebsbedingter Emissionen im Gebäudesektor bis 2030 bzw. 2050 gibt es zwei wichtige Hebel: Den Nutzenergiebedarf durch Sanierungen runterschrauben und die Wärme aus Quellen Erneuerbare Energien umstellen.
Die Emissionen im Gebäudesektor sind seit 1990 bereits um knapp die Hälfte gesunken. In den letzten Jahren bremst der Rückgang aber nahezu. Gründe hierfür sind einerseits stagnierende Sanierungsraten. Anderseits konnte das Sektorziel 2020 von 14 Prozent erneuerbaren Energien zwar erreicht werden, für die Zukunft sind jedoch deutliche Steigerungen bei Dekarbonisierung der Wärme notwendig. Der Sektor wird durch eine Vielzahl unterschiedlicher privater Akteure charakterisiert, die zu berücksichtigen und zu adressieren sind. Hinzu kommen Hindernisse, wie fehlende Fachkräfte, zu geringe ökonomische Anreize und die potentiellen Gefahren sozialer Härten.

Im Projekt Ariadne wird erforscht, welche weiteren Herausforderungen die Transformation des Wärmesektors bremsen und mit welchen ökonomischen, ordnungsrechtlichen und informatorischen Instrumenten man diesen begegnen kann. Dabei werden nicht nur ökonomische Randbedingungen für erneuerbare Heizsysteme sowie die Infrastruktur der Wärmenetze betrachtet, sondern auch die vielfältigen Fragestellungen der Gebäudesanierung insbesondere hinsichtlich der Sozialverträglichkeit. Ariadne untersucht gemeinsam mit Stakeholdern aus dem Immobiliensektor, aus Politik und Gesellschaft, welche Instrumente einen Wandel im Gebäudesektor effizient voranbringen und zeigt Handlungsoptionen für eine sozial und klimagerechte Wärmewende auf.

Aktuelles aus dem Projekt

Analyse: Wie der CO2-Preis den Wärmemarkt beeinflusst

Mit der CO2-Bepreisung des Wärmebereichs sollen Emissionen im Gebäudesektor gesenkt und Kurs zur Klimaneutralität aufgenommen werden. Die Wirksamkeit der CO2-Bepreisung hängt dabei jedoch erheblich von der Höhe des Preises und der Preisentwicklung ab. Mit dem derzeit vorgesehenen Mindestpreis von 55 Euro pro Tonne CO2 im Jahr 2025 lassen sich zwar durchaus hohe Emissionsminderungen erzielen. Für einen klimaneutralen Gebäudesektor müssten die Preise auf längere Sicht aber deutlich höher liegen.

Artikel-Hinweis: Wärmepumpen statt Erdgasheizungen: Umstieg durch Ausbau der Solarenergie unterstützen

Ein forcierter Umstieg von Gasheizungen auf Wärmepumpen reduziert nicht nur die Abhängigkeit von russischen Erdgaslieferungen. Gesamtwirtschaftlich gesehen könnten – je nach Höhe des Gaspreises – sogar Kosten eingespart werden. Zu diesen Ergebnissen kommen Ariadne-Fachleute des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin).

CO2-Kosten-Stufenmodell: richtige Logik, aber falsche Bemessung

Warum ein Energieausweis als Bemessungsgrundlage für die Aufteilung des CO2-Preises im Wärmesektor zwischen Vermietenden und Mietenden zielführender ist als individuelle Verbrauchswerte, diskutieren Ariadne-Fachleute vom Institut der deutschen Wirtschaft und RWI – Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung in einem IW-Kurzbericht.

Hohe Heizkosten: Mit den Sanierungen geht es nicht voran

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung greift die ersten Ergebnisse des Wärme- & Wohnenpanels 2021 auf.

Szenarien interaktiv: Deutschland auf dem Weg zur Klimaneutralität 2045

Schlüsselergebnisse aus dem Ariadne-Szenarienreport lassen sich jetzt auch interaktiv mit dem Ariadne-Pathfinder entdecken.

So geht Klimaneutralität 2045 – Was der erste Modellvergleich für Deutschland zeigt

Klar ausformuliert sind im Klimaschutzgesetz lediglich die Klimaziele. Doch wie der beispiellose Strukturwandel zur Klimaneutralität 2045 über alle Sektoren hinweg gelingen kann, bleibt offen. Der erste Modellvergleich legt robuste Erkenntnisse zu Transformationspfaden, Spielräumen und Engpässen detailliert dar.

Beispiellos detaillierter Einblick in den Gebäudesektor durch neue Ariadne-Erhebungsreihe

Die Energiekrise belastet Haushalte unter anderem durch massiv steigende Heizkosten. Um die Klimaziele im Gebäudesektor voranzubringen und Haushalte zielgerichtet zu unterstützen, braucht es eine gute Informationsbasis. Bisher ist die Datenlage zur Heiz- und Energieinfrastruktur in Deutschland allerdings sehr spärlich. Diese Lücke soll eine neue Erhebungsreihe unter rund 15.000 Haushalten über drei Jahre jetzt schließen und verbindet erstmals detaillierte Informationen zu Gebäuden und Energienutzung mit sozioökonomischen Merkmalen der Bewohnerschaft. Erste Ergebnisse liegen jetzt vor.

Analyse: Hauseigentümer und Fördergelder zusammenbringen – Wie die Energieberatung dazu beitragen kann, die Wärmewende vor Ort voranzutreiben

Die Energieberatung soll Hauseigentümer nicht nur unabhängig und umfassend über Möglichkeiten der energetischen Gebäudesanierung informieren, sondern ist auch eine Voraussetzung für die Beantragung von Fördergeldern für die oft teuren baulichen Maßnahmen. Eine Ariadne-Marktanalyse hat jetzt untersucht, wie Energieberatende quer durch das Land mögliche Marktbarrieren, aktuelle Geschäftsfelder und neue Geschäftsmodelle einschätzen.

Analyse: Wasserstoff im Gebäudesektor mittelfristig nicht die günstigste Alternative

Über die Rolle von Wasserstoff im Gebäudesektor gibt es unterschiedliche Meinungen. Aus diesem Grund erfolgt in einer Ariadne-Analyse ein Kostenvergleich mit anderen klimaneutralen Versorgungsoptionen. Das Ergebnis: Wasserstoff kann aus heutiger Sicht für die direkte Gebäudebeheizung um das Jahr 2030 keine wirtschaftlichen Vorteile bringen. Auch technische Aspekte einer möglichen Wasserstoffversorgung werden in der Analyse beleuchtet.

Hintergrund: Instrumenten-Vielfalt in der Wärmewende: Viele Wege, aber welcher führt ans Ziel?

Der Gebäudesektor ist ein Sorgenkind der Klimapolitik. Es existiert ein großes, zum Teil widersprüchliches Bündel an Maßnahmen und Instrumenten, um den Sektor sozialverträglich fit für eine klimaneutrale Zukunft zu machen. Licht ins Dickicht bringt der zweiteilige Hintergrund zu zentralen Herausforderungen und konkreten Politikinstrumenten.

Analyse: Wer zahlt für den Klimaschutz im Gebäudesektor? Reformoptionen der Modernisierungsumlage

Die klimaschonende Modernisierung von Gebäude geht nur schleppend voran. Vor allem das Vermieter-Mieter-Dilemma und die Frage einer gerechten Verteilung von Modernisierungskosten beschäftigt den Sektor. Welche möglichen Reformwege einen Ausweg bieten, um kurzfristig die Entwicklung hin zu Erreichung der Klimaziele anzukurbeln und sie langfristig in Gang zu halten, fasst eine neue Analyse zusammen.

Analyse: Strategische kommunale Wärmeplanung

Die strategische Wärmeplanung kann ein wichtiges Instrument sein, um die im Bundes-Klimaschutzgesetz definierten sektorspezifischen Emissionsminderungsziele im Wärmebereich auf lokale Ebene zu übertragen, vor Ort Lösungen für eine klimaneutrale Zukunft zu finden und diese umzusetzen. Wenn Kommunen durch den passenden Rahmen in die Lage versetzt werden, die entwickelten Lösungen auch tatsächlich umsetzen zu können.

Hintergrund: Das Wärme- & Wohnen-Panel zur Analyse des Wärmesektors

Im Frühjahr 2021 startet eine Befragung unter rund 15.000 Privathaushalten, um Informationen zur Heizenergie und Meinungen zu Klimaschutz-Maßnahmen im Gebäudesektor zu sammeln und auszuwerten. Der Ariadne-Hintergrund beschreibt detailliert den Aufbau und die Ziele des Wärme- & Wohnen-Panels.

Fokuswebinar Wärmewende (Oktober 2021)

Der Wärmesektor steht vor der doppelten Herausforderung, Energie durch Wärmedämmung einzusparen und die Heiztechnik auf erneuerbare Energien umzustellen. Für eine Reduktion des Energiebedarfs muss die Sanierungsquote erhöht werden. In der Wärmeerzeugung gibt es verschiedene denkbare Wege – Wärmepumpen, Fernwärme, Biomasse, Wasserstoff –  welcher der effizienteste Pfad zur klimaneutralen Wärme ist, verdeutlichen wir im Webinar.

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  • Dr. Christoph Kost, Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE)
  • Charlotte Senkpiel, Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE)
  • Benjamin Köhler, Ökoinstitut
  • Kommentar: Nils Thamling, Prognos AG
  • Moderation: Janik Feuerhahn, MCC Berlin

Deutschlandfunk: Unrentable Kohle

Der stellvertretende Projektleiter von Ariadne, Gunnar Luderer, im Interview mit Deutschlandfunk zum Kohleausstieg, Klimaneutralität 2045 und Ariadne-Szenarien.