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Industriewende

Wettbewerbsfähige und klimafreundliche Industriewende

Transformation von Produktionsprozessen und Energieeinsatz

Etwas mehr als ein Fünftel der CO2-Emissionen werden direkt in der Industrie emittiert, damit ist dieser Sektor nach der Stromerzeugung der zweitgrößte Emittent in Deutschland. Drei Viertel davon entstehen in den Grundstoffindustrien Stahl, Chemie, Zement, Glas und Papier. So stammen die meisten industriellen Treibhausgas-Emissionen aus Hochtemperatur-Prozesswärme, entweder in Form von Dampf oder Warmwasser oder aus der direkten Befeuerung verschiedener Öfen. Die hohen Temperaturen und die spezifischen Anforderungen von Feuerungen beschränken die Nutzung erneuerbarer Energien in der Industrie auf Biomasse und aus Erneuerbaren Energien erzeugte sekundäre Energieträger, wie z. B. Wasserstoff. Ein weiterer Teil der Emissionen entsteht durch chemische Reaktionen in den Produktionsprozessen (Prozessemissionen). Diese sind in einigen Bereichen – wie der Zementindustrie – mit den heute verfügbaren Technologien kaum zu vermeiden.

Um die Klimaschutzziele zu erreichen, sind in der Industrie erhebliche Veränderungen hin zu CO2-neutralen Produktionsverfahren und emissionsfreien Energieträgern notwendig. Teilweise sind bereits entsprechende technologische Verfahren in der Entwicklung, wie die Direktreduktion von Stahl mit grünem Wasserstoff, die aber aktuell noch nicht wirtschaftlich einsetzbar sind.

Für die Transformation bedarf es politisch gesetzter Rahmenbedingungen, damit die deutsche Industrie Investitionen im Sinne des Klimaschutzes sinnvoll planen und gleichzeitig wettbewerbsfähig bleiben kann. Damit die Politik diese schaffen kann, muss sie Vor- und Nachteile von Instrumenten und Maßnahmen richtig einordnen können. Ariadne erarbeitet dazu im Dialog mit Stakeholdern aus der Industrie, Politik und Gesellschaft modellbasierte Szenarioanalysen sowie konkrete Handlungsoptionen für eine klimafreundliche und wettbewerbsfähige Industrie in Deutschland.

Aktuelles aus dem Projekt

Szenarien interaktiv: Deutschland auf dem Weg zur Klimaneutralität 2045

Schlüsselergebnisse aus dem Ariadne-Szenarienreport lassen sich jetzt auch interaktiv mit dem Ariadne-Pathfinder entdecken.

Report: So geht Klimaneutralität 2045 – Was der erste Modellvergleich für Deutschland zeigt

Klar ausformuliert sind im Klimaschutzgesetz lediglich die Klimaziele. Doch wie der beispiellose Strukturwandel zur Klimaneutralität 2045 über alle Sektoren hinweg gelingen kann, bleibt offen. Der erste Modellvergleich legt robuste Erkenntnisse zu Transformationspfaden, Spielräumen und Engpässen detailliert dar.

Kurzdossier: Wettbewerbsfähigkeit und internationaler Klimaschutz im „Fit for 55“-Paket – Wie sich die EU vor Carbon Leakage schützen kann

Die Industrie im Spannungsfeld von Klimaschutz und Wettbewerb: Was tun, wenn zwar der Klimawandel keine Grenzen kennt, wohl aber nationale Klimapolitiken und der internationale Handel? Ariadne-Fachleute durchleuchten Chancen wie Risiken und zeigen auf, warum Europa bei der schwierigen Frage des Grenzausgleichs vor einer grundlegenden strategischen Entscheidung steht.

Mitschnitt: Fokuswebinar Industriewende

Die Industrie steht vor einem epochalen Wandel, um die Treibhausgase auf Null zu reduzieren. Die Ariadne-Szenarien zeigen alternative Pfade zu einer nahezu CO2-neutralen Industrieproduktion bis zum Jahr 2045. In der Stahl-, Chemie- und Zementindustrie müssen Produktionsverfahren grundlegend umgestellt, Prozesswärme erneuerbar erzeugt und zudem Energieeffizienzen in vielen anderen Branchen gehoben werden. Wir zeigen im Webinar, mit welchen Schritten Klimaschutz und Industrieproduktion vereint werden können.

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Podcast: Kann Politik den Klimawandel stoppen?

Welche Anreize für die Wirtschaft es mit neuen, klimafreundlichen Technologien gibt und wie Deutschland mit einer Kombination aus Maßnahmen und Innovationsförderung als Wirtschaftsstandort attraktiv bleibt, diskutiert Ariadne-Experte Benjamin Görlach, Mitautor der Kurzdossiers zu Carbon Leakage und Klimagovernance, in einem Podcast.