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Kopernikus-Symposium 9. & 10. Juni 2021: Klimaneutrales Deutschland

Welche Innovationen braucht es, um ein klimaneutrales Energiesystem der Zukunft zu entwickeln? Wie können die nationalen und europäischen Klimaziele im Jahr 2030 erreicht werden? Was kann Deutschland tun, um den European Green Deal gemeinsam mit den anderen Mitgliedsstaaten voranzutreiben? Diese und weitere Fragen stehen im Fokus des virtuellen Kopernikus-Symposiums am 9. & 10 Juni 2021.

Hintergrund: Quantifizierung externer Effekte als Steuerbasis für ein nachhaltiges Steuersystem

Dieser Bericht liefert eine erste Synthese zum Ausmaß externer Kosten in den Bereichen Umwelt und Gesundheit für Deutschland, basierend auf wissenschaftlicher Literatur und offiziellen Regierungsdokumenten. Die Gesamtkosten der hier betrachteten externen Effekte belaufen sich auf 455-671 Mrd. EUR und entsprechen damit 13-19% des deutschen Bruttoinlandsprodukts. Eine konsequentere Bepreisung dieser externen Effekte durch Pigou-Steuern könnte einerseits die betrachteten Umwelt- und Gesundheitsschäden verringern und gleichzeitig erhebliche zusätzliche Steuereinnahmen generieren.

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Umweltsteuern könnten hunderte Milliarden Euro mobilisieren – und damit Haushalte an anderer Stelle entlasten

Klimawandel, Luftverschmutzung, Überdüngung, Plastikmüll oder Staus verursachen jährlich erhebliche Folgekosten für die Gesellschaft. Fachleute des Kopernikus-Projekts Ariadne haben jetzt erstmals die Kosten verschiedener Umwelt- und Gesundheitsschäden für Deutschland heruntergebrochen – ihre Schätzungen gehen von mehr als 13 Prozent der Wirtschaftsleistung aus. Durch Umwelt- oder Lenkungssteuern können diese Schäden als Kosten den Verursachern angelastet werden und damit starke Anreize für nachhaltigeres Wirtschaften gesetzt werden. Mit den zusätzlichen Einnahmen in der Größenordnung von 348-564 Milliarden Euro können andere Steuern gesenkt werden, um Bürgerinnen und Bürger erheblich zu entlasten und einen sozialen Ausgleich herzustellen.

Kurzdossier: Reformoptionen für ein nachhaltiges Steuer- und Abgabensystem. Wie Lenkungssteuern effektiv und gerecht für den Klima- und Umweltschutz ausgestaltet werden können

Dieses Kurzdossier gibt Einblick in das Potenzial von Steuern und Abgaben für den Umwelt- und Klimaschutz und zeigt insbesondere auf, wie Lenkungssteuern den wirtschaftlichen Wohlstand erhöhen und gleichzeitig soziale Ungleichheit verringern können. Ein zentraler Begriff sind hierbei die ‚externen Kosten’- also anfallende Umwelt- und Gesundheitsschäden, die nicht vom Verursacher selbst, sondern von der Allgemeinheit getragen werden. Bei externen Kosten führt das Marktgeschehen zu einer gesellschaftlich unerwünschten Höhe von Umweltverschmutzung. Hier können Lenkungssteuern, die diese externen Kosten widerspiegeln und damit entsprechende Anpassungen im Verhalten von Konsumierenden und Produzierenden bewirken, den Umwelt- und Klimaschutz verbessern.

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Kopernikus-Symposium diskutiert Wege zur Klimaneutralität in Deutschland | 9.-10. Juni 2021

Technologien und Instrumente für die Energiewende im Dialog mit Politik, Wirtschaft und Gesellschaft Mit mehr als 500 Teilnehmenden und Stimmen aus Politik, Industrie, Forschung und Gesellschaft startet heute das erste Kopernikus-Symposium zur Klimaneutralität in Deutschland. Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Kopernikus-Projekte ENSURE, SynErgie, P2X und Ariadne gehören zu den größten deutschen […]

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Artikel-Hinweis: Wie fair ist die Energiewende?

Von Spritpreisen über die öffentliche Zustimmung zur CO2-Bepreisung, von der CO2-basierten Refinanzierung der Erneuerbaren-Förderung bis zum juristischen Blick auf Rückerstattungsoptionen beim CO2-Preis: Ariadne-Fachleute haben im aktuellen Heft des ifo Schnelldienst diverse Diskussionsbeiträge rund um Verteilungswirkungen in der deutschen Energie- und Klimapolitik veröffentlicht.

André Wagenzik

Kopernikus-Symposium 2021: Rückblick und Impressionen

„Klimaneutrales Deutschland: Technologien und Instrumente für die Energiewende“ – Mit Politik, Industrie, Forschung und Gesellschaft haben die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Kopernikus-Projekte ENSURE, SynErgie, P2X und Ariadne am 9. & 10. Juni 2021 über Technologien und politische Instrumente für die Energiewende diskutiert.

MCC Berlin

Online-Rechner zu CO2-Bepreisung mit sozialem Ausgleich

Wie es weitergeht mit der CO2-Bepreisung und auch mit der Kompensation, wird heiß diskutiert. Für Orientierung sorgt jetzt ein interaktiver „CO2-Preis-Rechner“, erstellt vom Ariadne-Projektpartner MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change).

Analyse: Klimapolitik zwischen CO2-Bepreisung und Förderprogrammen – Eine fiskalpolitische Betrachtung

Klimapolitische Maßnahmen kosten, sind aber auch mit hohen Einnahmen verbunden – zum Beispiel durch die CO2-Bepreisung im Emissionshandel. Bis 2030 können diese Einnahmen aus dem nationalen und dem auf Deutschland entfallenden Anteil des europäischen Emissionshandels insgesamt 178 und bei stärker steigenden CO2-Preisen sogar 302 Milliarden Euro betragen, zeigen neue Ariadne-Berechnungen. Gleichzeitig wird der Gesamtbedarf öffentlicher Klimainvestitionen auf bis zu 616 Milliarden Euro geschätzt, insbesondere wenn CO2-Preise nicht ausreichend stark steigen.

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Was die Klimaziele bis 2030 fiskalpolitisch bedeuten

Klimapolitische Maßnahmen kosten, sind aber auch mit hohen Einnahmen verbunden – zum Beispiel durch die CO2-Bepreisung im Emissionshandel. Ariadne-Forschende haben jetzt für drei Ausgabeszenarien durchbuchstabiert, welche Mittel aus dem allgemeinen Bundeshaushalt zusätzlich nötig wären. Darauf aufbauend stellen sie einen Excel-Rechner bereit, der zur eigenständigen Ermittlung des Finanzbedarfs für verschiedene Ausgabenprogramme verwendet werden kann.