Am 12. Juni 2026 fand im Fraunhofer ENIQ am EUREF-Campus in Berlin Schöneberg das große Abschlusstreffen der Ariadne-Bürgerdeliberation statt. Über 150 Menschen kamen zusammen, um die Ergebnisse aus zwei Jahren Bürgerbeteiligung zu reflektieren. Die Veranstaltung zeigte: Dialog macht einen Unterschied!
Auf der Abschlussveranstaltung der Ariadne-Bürgerdeliberation kamen Menschen aus Forschung, Politik und Gesellschaft zusammen, um die Erkenntnisse aus dem Dialog zwischen rund 180 repräsentativ ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern aus Deutschland mit Ariadne-Forschenden zu besprechen. Im Zentrum standen Politik-Mixe für die Verkehrswende, klimafreundliches Heizen und die Finanzierung von Klimapolitik. Diese wurden von den Teilnehmenden der Ariadne-Bürgerdeliberation gemeinsame mit den Forschenden entwickelt. Die Bürgerinnen und Bürger einigten sich auf eine Klimapolitik, die ökologisch steuert und sozial ausgestaltet ist. Neben Fördermaßnahmen wie dem Deutschlandticket mit einer Preisreduktion für Familien, Jugendliche und Personen in der Rente oder sozial gestaffelte Förderprogramme für Wärmepumpen, befürworten sie auch für eine schrittweise Abschaffung des Dieselprivilegs und einen CO2-Preis in Kombination mit Klimageld. Ge- und Verbote bewerten sie grundsätzlich als sensibles Instrument, unterstützen aber ein Einbauverbot fossiler Heizungen im Neubau sowie ein Tempolimit auf Autobahnen von 130 km/h – letzteres auch aus Gründen der Verkehrssicherheit. Für mehr Verteilungsgerechtigkeit wünschen sie sich bei der Finanzierung von klimapolitischen Maßnahmen die stärkere Beteiligung finanziell leistungsfähiger Haushalte. Außerdem legen sie großen Wert auf eine verlässliche und kontinuierliche Kommunikation durch die Politik, die Belastungen transparent aufzeigt, Nutzen verdeutlicht und auf wissenschaftlichen Informationen basiert. Die politische Kommunikation sollte laut Teilnehmenden die positive Vision des Klimaschutzes mehr in den Vordergrund stellen.
Die Ergebnissvorstellung auf dem Ariadne-Bürgerdialog wurden von Impulsen wirtschaftlicher, zivilgesellschaftlicher und politischer Akteurinnen und Akteure flankiert. Auf das Grußwort von Prof. Dr. Ottmar Edenhofer, Sprecher des Kopernikus-Projekts Ariadne und Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung folgte eine Keynote. Thomas Kralinski, Abteilungsleiter Nationaler und europäischer Klimaschutz, Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) sprach zu klimapolitischen Leitplanken für Deutschland und die EU. In verschiedenen moderierten Gesprächen ordneten Bürgerinnen und Bürger zusammen mit Vertretenden aus Politik sowie Verbänden die Politikmixe zur Verkehrs-, Energiewende und Finanzierung von Klimapolitik ein.
Insgesamt wurde der Beteiligungsprozess als bereichernd und lehrreich beschrieben. Die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger bestätigte, durch den gemeinsamen Lernprozess neue Perspektiven erlangt zu haben. In einer Ausstellung konnten die gewonnen Erkenntnisse auf der Ariadne-Abschlussveranstaltung erkundet werden. Die Ergebnisse wurden darüber hinaus in einer Zeitung sowie einem Online-Tool zusammengetragen.





